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Digital Natives werden die Unternehmenskultur verändern

17.6.2012
Digital Natives

Bildquelle: T. Faltings (CC BY-NC-SA 2.0)

Schon in naher Zukunft wird die Generation der Digital Natives in der Arbeitswelt den Ton angeben. Was bedeutet das für die Unternehmenswelt? Typische Eigenschaften von dieser Generation sind: Gut vernetzt, kommunikationsfreudig und kreativ, aber auch kritisch und fordernd. Ihr berufliches Ziel ist eine erfüllende Aufgabe bei der ihr Talent und ihre Stärken richtig eingesetzt werden. Identifikation mit dem Unternehmen und ein hohes Engagement ist ihr Dank.

Es deutet vieles darauf hin, dass wir am Anfang eines fundamentalen Wandels stehen in der Art, wie sich Arbeitnehmer ihren Job aussuchen und welche Erwartungen sie an ihren Arbeitgeber haben. Die neuen Medien und Technologien haben massiven Einfluss auf die Human Ressources Abteilungen, ja sogar auf die gesamte Arbeitskultur in den Unternehmen. Und dieser Wandel zeichnet sich bereits ab. Denn die Kinder,  die mit den neuen Medien aufgewachsen sind, die sogenannten Digital Natives, erreichen langsam ihr Berufsalter und kommen gut ausgebildet aus den Hochschulen. Viele dieser jungen Talente strömen topmotiviert auf den Arbeitsmarkt und haben ganz klare Vorstellungen von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz. Sie stellen die Arbeitgeber vor grosse Herausforderungen. Es lohnt sich darum genauer anzuschauen, was die Digital Natives charakterisiert.

Digital Natives sind „Always On“
Für die Digital Natives sind die neuen Medien und Technologien etwas Selbstverständliches mit dem sie aufgewachsen sind. Das weltweite Netz ist auf Schritt und Tritt dabei. Und nicht nur das Netz, also die Technologie, sondern über Dienste wie Twitter ist auch die weltweite Internet-Community sozusagen immer in der Hosentasche. Das hat einen fundamentalen Wandel in der Art wie wir kommunizieren zur Folge: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sind wir in der Lage mit unserem gesamten Umfeld permanent und in Echtzeit in Verbindung zu stehen und Informationen auszutauschen. Man weiss ständig was das Umfeld tut und wo es sich gerade befindet und kann sein gesamtes Umfeld auch permanent darüber informieren, was man selbst gerade macht. Das prägt.

Das globale Wissen ist abrufbar
Ein weiterer Effekt der Vernetzung ist, dass das gesamte Wissen der Menschheit überall abrufbar ist. Denn Google weiss alles. Und Google steckt ebenfalls in jeder Hosentasche. Unser heutiges Kommunikationszeitalter ermöglicht uns Ideen, Wissen, Lösungen weltweit abzurufen. Entscheidend ist nicht mehr, sich möglichst viel Fachwissen anzueignen, sondern zu wissen, wie man es am schnellsten abrufen kann. An den Hochschulen ist es selbstverständlich, dass jeder Student sein Notebook dabei hat. Wenn der Professor ein Buch empfiehlt, dann haben es die Studenten 2 Minuten später gegoogelt, gekauft und als eBook in ihrer Cloud; und mit jedem Gerät Zugriff darauf. Weitere 3 Minuten später haben sie auch bereits getwittert, dass sie das eBook gekauft haben.

Digital Natives sind Teamworker
Sie haben gelernt, dass man bei bestimmten Fragen zu den besten Resultaten kommt, wenn man die Community, sprich seine Facebook-Freunde oder Twitter Follower, fragt. Nämlich dann, wenn es um eine Empfehlung geht, wenn man die Präferenzen von jemandem kennen muss. Auf Fragen wie: Was ist heut Abend los in der Stadt, wo gibt’s die beste Pizza, welchen Film muss ich mir unbedingt anschauen, wissen die Facebook-Freunde eine passendere Empfehlung als Google.  Ein weiterer Vorteil, wenn man solche Fragen öffentlich stellt: Freunde die mitlesen haben ebenfalls einen Nutzen davon. Diese Erfahrung führt zu einer ausgesprochenen Teilen/Empfehlen Mentalität. Und sie fördert auch die kritische Auseinandersetzung mit einem Thema. Das Hinterfragen und Aufdecken von Widersprüchen wird in den sozialen Netzwerken zu einem richtigen Sport. Die Community liebt diese Auseinandersetzung und ist sehr diskussionsfreudig. Es trainiert ausserdem die Kritikfähigkeit, wenn man mit seinen Statements tagtäglich der gesamten Community ausgesetzt ist. Will man sich mit seiner Meinung durchsetzen, so muss man die Community mit klaren Argumenten überzeugen. Autorität wird nicht durch Hierarchie geschaffen, sondern muss immer wieder neu durch Glaubwürdigkeit und Überzeugung erarbeitet werden. Das ist ein fruchtbarer Boden für Kreativität und Innovation. Denn nur Eigenständiges kann in einem solchen Umfeld überzeugen. Alles Kopierte wird schnell aufgedeckt und entlarvt.

Grenzenlose Wahlmöglichkeiten
Unsere Jugendlichen wachsen mit einer riesigen Vielfalt an Wahlmöglichkeiten auf. In jeder Lebenssituation, vom täglichen Einkauf, über das Freizeitangebot bis zur Bildung ist Auswahl Standard. In heutigen Computerspielen wird bevor das eigentliche Spiel startet ein Spiel-Charakter, ein sogenannter Avatar, ausgewählt. Und das ist mindestens so wichtig, wie das Spiel selbst. Man identifiziert sich mit seiner eigenen Spielfigur und gibt ihr ganz bestimmte Eigenschaften. Ein anderes Beispiel: Es gibt einige hundert Millionen iPhones weltweit und vermutlich ebenso viele Apps. Doch es gibt kaum zwei iPhones, die die identischen Apps auf ihrem Display haben. Es ist heute ein Ausdruck von Individualität und Persönlichkeit, welche Apps man sich auf sein iPhone lädt. Man könnte sagen:

“Zeig mir dein iPhone und ich sage dir, wer du bist.”

Digital Natives haben grossen Gemeinschaftssinn
Das Gefühl für Gerechtigkeit und Gemeinschaft ist bei der Generation der Digital Natives sehr ausgeprägt, obwohl sie in einer stark individualisierten Welt aufwachsen. Das ist aber kein Widerspruch. Wenn es dem Zeitgeist entspricht und der eigenen Profilierung im Netz dient, ist ein Wille da, etwas gemeinschaftlich zu bewegen. Man könnte solche Mobilisierungen bösartig als Mode-Protest bezeichnen. Das trifft im Fall von Kampagnen wie „Kony2012“ vielleicht sogar zu. Hier lassen sich zwar Millionen von Usern innert Kürze mobilisieren, aber der Protest hält nicht sehr lange an. Aber andere Beispiele wie Occupy Wallstreet oder der arabische Frühling zeigen, wie eine Mobilisierung über die sozialen Netzwerke auch Bewegungen in Gang setzen kann, die für den einzelnen durchaus schmerzhaft sind und darum nicht einfach als Mode-Protest abgetan werden können.

Transparenz ist ein zentrales Credo
Der Schutz der Privatsphäre wird in der weltweiten Vernetzung immer schwieriger. Die Generation der Digital Immigrants tut sich damit sehr schwer, denn sie ist mit einem hohen Grad an Privatsphäre aufgewachsen und erlebt diese plötzliche Transparenz als etwas eher Negatives.  Für sie ist schon ein «unvorteilhaftes Foto» ein Problem. Für die Facebook Generation ist das gar nicht so schlimm. Denn solche Fotos gibt es von jedem.  Sie wachsen mit dieser Offenheit und Transparenz auf. Sie sind sich bewusst, dass sie in allen Lebenslagen fotografiert, gefilmt und diese Daten verbreitet werden können. Aber es geht allen gleich und darum relativiert sich das Problem in ihren Augen wieder.

Die Transparenz hat sehr viele gute Seiten. Unwahrheiten lassen sich immer schlechter geheimhalten. Jede Kopie, jedes Plagiat wird früher oder später entlarvt. Digital Natives erwarten  darum auch Transparenz von den Unternehmen. Sie haben gelernt wie über Firmen in den neuen Medien hergezogen wird, die nicht offen und ehrlich kommunizieren und haben sich an solchen Protesten sicher auch schon mal selbst beteiligt.

Fazit: Digital Natives sind kommunikativ, kreativ und kollaborativ.
Sie sind kommunikativ, weil sie über so viele Kanäle verfügen wie noch nie, um sich auszutauschen und das auch sehr früh und spielerisch lernen. Sie sind kreativ, weil dies in den neuen Medien zentral ist für die Persönlichkeitsprofilierung und weil Kopieren sofort entlarvt wird. Sie sind kollaborativ, weil sie gelernt haben, dass man im Austausch viel schneller zu den besseren Resultaten kommt. Es sind diese sogenannten weichen Faktoren, welche die Generation der Digital Natives auszeichnen.

Auf der Suche nach einem neuen Wertesystem
Diese Generation ist mit dem Zusammensturz des Finanzsystems aufgewachsen und hat die Exzesse des auf Boni und persönlicher Gewinnmaximierung ausgelegten Wertesystems erlebt. Es sind daher sicher nicht diese Werte, die sie anstreben. Glaubwürdigkeit und Vertrauen haben grosse Bedeutung. Sinnhaftigkeit und persönliche Zufriedenheit sind Werte, die sie erstreben. Leidenschaft ist ein zentraler Antriebsmotor bei allem, was sie tun.

Die Erwartungen an ihre berufliche Tätigkeit
Digital Natives streben nach einer sinnvollen, erfüllenden Tätigkeit. Eine transparente Kommunikationskultur ist ihnen wichtig, ebenso ein hohes Mass an Freiheit und Flexibilität, die Zusammenarbeit in Teams und selbstverständlich der Zugang zu neusten Technologien und Medien. Wenn es um die Begründung von Entscheidungen geht, wollen sie überzeugt, nicht überstimmt werden. Stimmen diese Faktoren, dann ist ihre Identifikation mit dem Unternehmen sehr hoch und sie sind mit Leidenschaft dabei.

Was sind die Konsequenzen für die Unternehmen?
Die Digital Natives wollen sicher nicht in einem Unternehmen arbeiten, das eine schlechte Reputation hat oder das den Zugang zu den sozialen Netzwerken sperrt. Karrieremöglichkeiten hin oder her. Im sogenannten «War for Talents» wird das Image und das Verhalten eines Unternehmens in der Öffentlichkeit zum Killerkriterium.

In Zukunft werden sich Arbeitgeber bei Arbeitnehmern bewerben, denn letztere werden sehr genau auswählen, wem sie ihre Arbeitsleistung und vor allem ihr Talent zur Verfügung stellen. Und um solche Talente zu behalten, wird sich jedes Unternehmen stark um das Wohl und die Zufriedenheit seiner Angestellten kümmern müssen. Denkt man diese Entwicklung zu Ende, so müssen wir in Zukunft vielleicht sogar die Begriffe Arbeitnehmer und Arbeitgeber hinterfragen: Wer „gibt“ seine Arbeit und stellt sie zur Verfügung und wer „nimmt“ sie, um Kundenaufträge erfüllen zu können?

Natürlich ist das hier beschriebene Szenario überspitzt. Nicht jeder Jugendliche ist automatisch ein Digital Native, nur weil er nach 1980 geboren ist. Und nicht jeder Digital Native ist automatisch ein Talent. Es wird wie bei jeder Entwicklung auch Verlierer geben, solche die den Anschluss verpassen oder sich sogar bewusst verweigern. Aber es genügt, wenn das Szenario schon nur auf die Talentiertesten zutrifft. Denn es sind genau die, um die sich in Zukunft jedes Unternehmen streiten wird. Und wegen ihnen wird ein Umdenken in den Unternehmen zwangsläufig auch stattfinden. Je früher ein Unternehmen diesen Wandel in Gang setzt, desto grösser sind seine Wettbewerbsvorteile im „War for Talents“.

Dieser Artikel ist in der Fachzeitschrift Marketing & Kommunikation 5/12 auf Seite 48 erschienen.

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/tf28/6612293519/

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  • http://www.1337core.de Alex

    100 Punkte. Treffer versenkt. Eins mit Sternchen. Schöner Artikel. :)

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Danke!

  • http://www.critch.de Mitch

    Sehr schöner Artikel :-)

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Merci!

  • http://twitter.com/N_newcruiting Nina Kalmeyer

    gerade der letzte Absatz macht den Artikel richtig rund! Super- werde ich weiterempfehlen.

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Gerne!

  • http://www.intraworlds.de/ Nicole Ludwig

    Toller Artikel, spricht mir aus der Seele! Gerade das mit der Kommunikation, Kreativität und Transparenz stimmt zu 100%. Ich hab übrigens auch selbst schon mal zu meiner Sicht als Digital Native auf das Recruiting gebloggt (wer von solchen Sachen nicht genug kriegen kann ;) http://goo.gl/gU7DB.

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Danke für den Link, Nicole. Schöner Titel hat dein Beitrag: “Findet uns und bindet uns.”

  • http://twitter.com/Fison Tobias Nehren

    Der Artikel zeigt meies Erachtens gute Aspekte auf. Allerdings spricht aus ihm der Geist des absoluten Wettbewerbs. Es wird darum gehen die digitale Revolution menschlich zu gestalten. Sonst werden auch die besten Talente mit 35 aus der Burn Out Klinik Twittern.

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Tobias ich bin absolut mit dir einig. Das wird die ganz grosse Herausforderung dieser Generation. Sich die Vorzüge des digitalen Zeitalters zu Nutze zu machen und nicht die Sklaven davon zu werden…

      Aber die Chancen sind da. denn Wettbewerb bedeutet nicht automatisch Stress und Druck. Wenn man seinem Talent folgt und das ausleben kann, was man am besten kann und am liebsten tut, dann kann das auch stressfrei sein.

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  • Ingo L.

    Ein toller Artikel. Besser hätte ich es auch nicht beschreiben können. In vielen Unternehmen ist dieser Wandel bereits im Gange. Das Netzwerk der Mitarbeiter zu nutzen, bringt jedem Unternehmen einen Mehrwert.

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Gute Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital eines Unternehmens überhaupt. “Gut” heisst aber nicht nur fachlich gut, sondern eben auch sozial, engagiert, loyalm mitverantwortlich – kurz: unternehmerische Mitarbeiter.

      • Ingo L.

        “Unternehmerische Mitarbeiter” – ein toller Begriff!

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000778704356 Nicole Jung

    Toller Artikel!Ich habe die 40 schon überschritten, und habe mich dem Wettbewerb erst vor kurzem hingegeben,es führt kein Weg dran vorbei…ich habe darüber erst negativ gedacht, heute hat sich meine Meinung vom digitalen Austausch geändert!Es macht mir sogar Spass: das hätte ich vor einem halben Jahr noch nicht gedacht!!

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Nicole, das ging mir vor einigen Jahren ganz ähnlich und nun bin ich begeisterter Social Medianer!

  • http://www.businessfactory.ch Didi

    Ja, “wo gibts die beste Pizza in der Stadt?” und ähnliche im Artikel aufgeführte Beispiele sind die wirklich entscheidenden Fragen für den Unternehmenserfolg… Ich denke, die Arbeitnehmerschaft sollte sich wieder vermehrt überlegen, woher ihr Lohn kommt und nicht bloss fordern, sonst gibts nämlich bald mal keine Arbeitgeber mehr, die ihnen ihr ‘digital native hobby’ finanzieren. Die Entwicklung zu ‘erst mal müssen meine Bedürfnisse und Forderungen erfüllt sein und dann liefere ich vielleicht noch was Produktives ab’ mag kurzfristig Spass machen, führt langfristig aber zwangsläufig ins Verderben. Die ‘Jungen’ werden es begreifen, wenn auch hier mal wieder so eine richtige Krise herrscht und massenhaft Stellen gestrichen werden. Scheinbar muss der Mensch das selbe immer und immer wieder erneut lernen.

    • http://twitter.com/RetoBaumgartner Reto Baumgartner

      Oje Didi. Dein Industriezeitalter Denken erschreckt mich jetzt schon ein wenig: “Die Arbeitnehmerschaft sollte sich überlegen, wo ihr Lohn herkommt”… Das mag ja für austauschbare Lohnarbeiter im letzten Jahrhundert gegolten haben. Aber, sorry, wenn ich dich desillusioniere, als Inhaber einer innovativen Agentur kann ich keine Lohnarbeiter brauchen. Was wir brauchen, sind hochmotivierte, kreative und eigenverantwortliche Spezialisten. Die besten auf ihrem Gebiet. Nur die bringen uns mit MySign dorthin, wo wir hin wollen und stellen sicher, dass wir dort auch bleiben. Nämlich am Puls der Kommunikation. Und genau um diese gehts in meinem Artikel. Und darum ist das, was ich im Artikel schreibe auch unsere tiefste Überzeugung bei MySign. Als Arbeitgeber übrigens. Aber es stört uns auch nicht, wenn noch nicht alle Agenturen so denken, denn das ist ja schlussendlich unser Konkurrenzvorteil und der Grund, weshalb wir täglich Spontanbewerbungen erhalten…

      • http://www.businessfactory.ch Didi

        Oje Reto, jetzt ent-täuschst (Bindestrich bewusst gesetzt!) du mich aber schon etwas… Sie fällt ja fast etwas mittelmässig aus, um mal salopp an den Kommentar von André Albrecht zum o.g. Blog-Artikel anzuknüpfen. Woher bloss willst du meine Denke kennen? Wir haben uns 2-3x gesehen und nie länger als 2-3 Minuten miteinander gesprochen; dazu bisher über eher Belangloses, typisch Social Media eben. ;-) Und deine Antwort postest du nicht nur hier auf meinen Beitrag (bitteschön übrigens), sondern extra auch noch auf Facebook. Wow, da habe ich wohl auf den (falschen?) Knopf gedrückt. Egal, Hauptsache die Nerds jubeln dir zu. :-) Übrigens sorry, dass ich erst jetzt antworte. Aber ich muss zu meinem grossen Glück nicht “always on” sein. Ach ja, was ich noch sagen wollte: Ich bin froh, gibt es auch (noch?) Agenturen, bei denen eine hochqualitative Leistung, Kundenfokus und Kosten/Nutzen-Denken im Vordergrund stehen, z.B. bei der Business Factory GmbH. Du wirst es kaum glauben, deren Mitarbeitende haben trotzdem einen riesen Spass an der Arbeit. Und sie feiert nächstes Jahr ihr 10-Jahre-Jubiläum.

      • http://www.businessfactory.ch Didi

        Möchte noch etwas nachschieben, lieber Reto: Ich finde deinen Artikel nicht grundsätzlich schlecht oder falsch, ganz im Gegenteil. Deine Beobachtungen, wie sich Arbeitnehmer verhalten, was sie fordern usw. und wie eine Firma damit umgehen könnte oder sollte, sehe ich durchaus auch. Ich fragte mich nur, ob das wirtschaftlich gesehen langfristig gut gehen kann (kurzfristig bestimmt!). Ich wollte also sozusagen eine alternative, tendenziell gegenteilige Sichtweise auf das Thema bieten. Dass man dafür gleich das Etikett des “old fashioned thinking” aufgeklebt bekommt, wundert mich dann schon sehr. Hätte etwas mehr Offenheit für andere Sichtweisen erwartet als gleich einen solchen “Gingg ans Schienbein”.

        Die wirtschaftlichen Grundsätze haben sich übrigens seit jeher nicht verändert: Jeder Mitarbeiter muss mehr Kohle einspielen, als er gesamthaft verursacht – sonst ist es eine Verlustrechnung. Das gilt ganz besonders für das reine Dienstleistungsgewerbe. Ältere Semester nennen das gern die “einfache Milchbüechlirechnung”. Kommt man von diesem Weg ab, stürzt das Gebilde irgendwann ein, wie 2000/2001 beim Platzen der Dot-Com-Blase oder 2008 die bis heute nicht ausgestandene Finanzkrise. Vieles stimmt in dieser Branche nicht mehr. Und wir alle – die Kunden – bezahlen die Zeche. Aber ja, man kann’s natürlich auch so sehen: So lange die Kunden alles bezahlen, iss ja gut. Hmm….

        Du sprichst vom “unternehmerischen Mitarbeiter”. Leider, ja ich muss wirklich sagen leider, ist es mit dem unternehmerischen Denken bei vielen (nicht bei allen!) nicht sehr weit hergeholt. Es hört spätestens dann auf, wenn ihnen eine tatsächliche unternehmerische Verantwortung übertragen werden soll, sprich (finanzielle) Verantwortung für ihr “unternehmerisches” Handeln. Das wollen die meisten dann doch nicht, Sicherheit (und Spass) geht ihnen vor. Damit wird der “unternehmerische Mitarbeiter” zur leeren Worthülse, die allseits gut klingt, aber wenig Substanz hat. Wie gesagt, Ausnahmen vorbehalten.

        Die Wahrheit tritt dann zu Tage, wenn es einem Unternehmen einmal nicht (mehr) so gut geht. Wenn es darum geht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Ob die Mitarbeitergeneration, die du da beschreibst, dann auch dazu bereit ist, die Ärmel hochzukrempeln, womöglich auf gewisse Privilegien und Extras (wenigstens temporär) zu verzichten? Ich kenne dutzende Beispiele, wo dies NICHT der Fall war – sie suchten umgehend das Weite – wer will den schon bei einer “Looser-Firma” arbeiten… Ich will Spass, ausschliesslich interessante Arbeit und schon gar nicht zu viel Druck. Generation Flux lässt grüssen…

        Natürlich wünsche ich dir und MySign, dass dieser Fall nie eintreten möge. Weiterhin viel Erfolg!

  • http://www.fotografie-albrecht.ch André Albrecht

    Ein interessanter Artikel, zumal er von einem Spezialisten in Sachen social media geschrieben wurde. Dass die digital natives kreativer sein sollen als die Generationen früher, stelle ich allerdings stark in Frage. Ich bin in Facebook mit vielen verschiedenen, auch sehr jungen Leuten befreundet. Wenn ich beobachte, was da so an Posts kommt, muss ich leider feststellen, dass nur wenige einen wirkliche Kreativität ausleben. Der grosse Teil der FB-ler (ob jung oder alt) beschränkt sich auf das Verlinken von bereits bestehenden Informationen (Videos, Bilder usw), nur ein kleiner Teil produziert eigenen Content und verbreitete diesen. Ich wundere mich sehr darüber, dass die Leute diese tollen Kanäle nicht mehr für kreativen Output benützen. Aus diesen Beobachtungen komme ich zum Schluss, dass es – wie früher auch schon – nur eine kleine Gruppe ist, die wirklich kreativ ist, der grosse Rest  beschränkt sich auf  das schon immer dagewesene Geschwätz, Kopieren und allenfalls Kommentieren (was fast der kreativste Sektor sein dürfte). Diese Copy/Paste-Manier hat sich in den Köpfen der digital natives so weit festgelegt, dass man heute skrupelloser denn je Plagiate produziert und Ideenklau betreibt. Ich finde, dass Niveau in den sogenannten kreativen Berufen hat markant abgenommen. Die Leute mögen zwar gut ausgebildet sein, aber der kreative Funken fehlt oft. Wenn ich durch die Bahnhofunterführung laufe und mir die Plakate ansehe, überkommt mich ich ein kaltes Grauen. Ich habe noch nie so viele, schlechte, ja sogar peinliche Plakate (und ich schaue sie mir seit Jahrzehnten genau an) gesehen, wie sie in den letzten Jahren produziert werden. Natürlich liegt das einerseits an den knapperen Budgets, andererseits ist Kreativität nicht von Budgets abhängig, glaube ich. Mich dünkt, dieses Jekami in der Werbung, aber auch in der Kunst und Kultur führt zu einer Verwässerung und Verödung im kreativen Bereich. Die Quantität ist zwar unermesslich gewachsen, die Qualität aber eher gesunken. Viele verwechseln ihr virtuelles Leben mit echter Erfahrung, diese Flut von Infomationen von klein auf macht nicht kritischer, sondern gleichgültiger. Natürlich gibt es eine Elite, die mit all diesen neuen Kanälen etwas anfangen kann und die auch profitiert von den unglaublichen Möglichkeiten, die sich aufgetan haben seit der Digitalisierung der Welt. Aber der grosse Teil der Menschen nützt die neuen Medien genau gleich, wie sie früher die Waschküche, den Dorfplatz oder die Stammkneipe benutzt haben. Nur, dass fast jeder meint, schon alles gehört und gesehen zu haben – nur leider nicht selber. Die Zahl an Halbweisheiten und Besserwissern hat wohl so steil zugenommen wie die Zahl der FB-Profile. Versteh mich nicht falsch, lieber Reto, ich bin – wie Du ja weisst – ein eifriger Benutzer des Internets und ich bin begeistert von den Möglichkeiten. Ich glaube aber einfach nicht, dass es deswegen mehr kreative Köpfe gibt – das wird einem in die Wiege gelegt. Ich finde, es hat eher eine Zunahme des Mittelmasses gegeben, weil man heute viel schneller und einfacher zum Ziel kommt und durch die modernen Tools den beschwerlichen Weg des Erlernens von Techniken und Anwendungen quasi überspringen kann. Das ist für talentierte Menschen (sagen wir einmal creative natives) ein Segen, so können sie viel schneller über sich hinauswachsen. Aber für die grosse Masse bedeutet es, dass sie zwar in allen Bereichen tätig sein können, aber es trotzdem oder sogar erst recht nie über Mittelmass hinausschaffen. Und ich finde, diese Entwicklung prägt unsere Umwelt gewaltigt. Es gibt eine Elite, die noch nie dagewesenes, erstaunliches Werk erschafft, aber der Rest ertrinkt im Mittelmass und (leider auch) in Überheblichkeit. Lange Rede, kurzer Sinn: sisch gäng wie gäng, nur modärner.

    • http://www.mysign.ch Chris Beyeler

      Hallo André

      Ich glaube nicht, dass Reto im Artikel gemeint hat, dass ein Digital Native gleichzeitig ein Social Media (Kanal) Heavy User ist. Zumindest hat er es nicht so geschrieben. Denn ein Digital Native muss zwangsweise nicht auf Facebook oder Twitter sein, aber er ist damit aufgewachsen, kennt die Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren von Social Media Kanälen, dem Internet und vor allem der Technik die es dazu braucht.

      Als Digital Native weiss ich also, dass ich mich jederzeit und überall auf der Welt zeit- und ortsunabhängig informieren kann; über Lohn, Arbeitsumgebung und vieles mehr. “Früher” musste man zwingend zu einem Unternehmen, um es sich anzuschauen. Heute informiere mich – oberflächlich – im Internet darüber. Somit kann ich via Internet vorentscheiden und effizienter Entscheiden.

      Gruss Chris

      • André Albrecht

        Hallo Chris Vielleicht meint er nicht gerade Heavy User (was ich auch nicht meine), aber sicher User auf die eine oder andere Art – sonst sind es ja keine digital natives. Ist aber eigentlich auch egal. Mich störte mehr der Zusammenhang digital natives = kreativer, kritischer. Das sehe ich einfach nicht so. Lieber Gruss

  • Roman

    Jetzt klinke ich mich doch auch mal in der virtuellen Welt ein. Schon länger verfolge ich als (möglichst) passiver User von Facebook die Posts und komme zum Schluss: 90% überflüssiges Zeugs. Ich bin auch der Meinung, dass die heutige Jugend nicht kreativer ist – sie hat lediglich mehr Zugang zu Information. Was aber stimmt: sie sind unglaublich früh unglaublich gut informiert und uns dadurch um Nasenlängen voraus. Aber: ausserhalb dieser “Welt” sieht’s eben doch anders aus. Ich bringe das Beispiel meines Sohnes: gross geworden in meinem Tonstudio, mit dreizehn Lenzen komponiert er unglaubliches aber: gleichzeitig übt er “analog” stundenlang auf den Instrumenten und lernt und lernt und lernt…..und daher wird das, was er macht, auch wirklich gut – vorher war’s einfach dekorativ.

    Ob die Inhalte, die heute ohne “analogen” Background produziert werden auch tatsächlich besser, fundierter und kreativer sind, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, viele sind nicht mehr fähig, zwischen kreativ und eben dekorativ zu unterscheiden. Ich selber habe die “digitale” Revolution in der Musikbranche bereits erlebt. Bereits vor 10-12 Jahren wurde gemunkelt, dass die digitalen Helferlein den Musiker ersetzen. Interessanterweise ist gerade das Gegenteil der Fall: überleben können in diesem Metier vor allem die fundierten Handwerker – viele “digital natives” sind in den letzten Jahren verschwunden, nicht zuletzt durch das Verhalten der digitalen Spassgesellschaft die meint, alles, was im Netz abrufbar ist, gehöre automatisch jedem. (siehe Piratenpartei). Als Berufsmusiker, Komponist und Produzent weiss ich was es heisst, kreativ zu sein. Interessanterweise passieren die grossen und NACHHALTIGEN!!! Würfe (ich rede da nicht von mir, sondern von meiner “Zunft”) nicht in dieser virtuellen digitalen Welt, sondern oft sind es “analoge” Destillate von kreativen Denkern, die Lebenserfahrung und Handwerk mitbringen. Der Rest (siehe Hitparade) ist zwar kurzfristig ein Hype, spielt ev. auch etwas Geld ein. Zurück bleiben aber desorientierte “Stars” die sich wundern, warum sie nach ihrem kometenhaften Aufstieg und umgehenden Abstieg vor dem nichts stehen und auch nichts können. Darum: es darf nicht sein, dass wir unsere Gesellschaft dazu erziehen, dass sie vor allem als digitale natives die grossen Würfe landen können. Die Welt würde Arm, doof und oberflächlich werden. Sollte es der Gesellschaft reichen, sich jeden Furz von irgend einer Community bestätigen zu lassen, statt sich selber eine Meinung zu bilden oder sich selber fundiert mit etwas auseinanderzusetzen, dann leben wir in ein paar Jahren nur noch in einer stupiden globalisierten Starbuck’s, McDonalds und H&M Welt – mit unmündigen, spassorientierten überforderten Soldaten. Wobei: ich bin überzeugt, dass dieser ganze fb-Hype in naher Zukunft nicht nachhaltig sein wird. Je nach Quelle liest man, dass z.B. in den USA bereits wieder massenweise fb-Profile gelöscht werden (anscheinend im Millionenbereich) und: der etwas peinliche Börsengang von fb war ja auch nicht gerade rosig, was mir natürlich ein hämisches Grinsen entlockt hat:-) Darum: digitale natives werden eine Randerscheinung bleiben weil: die Welt ist analog. Sodeli, dies mein erster und vermutlich auch letzter ausführlicher Ausflug per Facebook. Ich setze mich jetzt an meinen Flügel aus Holz und mache ein paar digitale Aufnahmen. Und: sobald ich sicher bin, dass mir Facebook beruflich tatsächlich nix bringt, werde ich mit Genuss mein Profil löschen – Momentan, ich geb’s zu, bin ich mir noch unsicher……….:-)

  • Bettina Grothe

    Herr Baumgartner, Ihre Begeisterung in allen Ehren, aber einen Aspekt können und dürfen wir Unternehmer nicht ausklammern: die Sicherheit. Und es wird ein Problem geben mit dem anderen “Ethos” mit dem die sog. Digital Natives u.U. an ihre Arbeit gehen. Medienkompetenz ist nicht nur der souveräne, leichtfüßige, kreative Umgang mit und in Netzwerken, sondern auch der verantwortungsvolle Nutzen. Und ich kenne mehr als eine(n) Digital Native, die/der sich bei uns beworben hat und keine Ahnung bzw. keine Idee von Sicherheitsaspekten hat. Da muss sich noch etwas entwickeln!

  • http://faszinationmensch.wordpress.com Martin Bartonitz

    Vielen Dank für den anfeuernden Artikel zum Wandel unserer Firmenkultur, den ich ähnlich sehe. Ebensolchen Dank an die kritischen Stimmen, denn auch ich sehe, dass es nur einen kleinen Teil kreativer und innovativer Köpfe gibt. Aber das macht nichts, denn es waren schon immer 90% Mitläufer, d.h. die 10% ziehen den Rest mit, auch wenn sie nur kopieren.
    Das Thema Sicherheit ist eines, was ggf. auch zu einem kulturellen Wandel führt. Wenn wir uns die Ideen der Sciencefiction von Enterprise anschauen, da gibt es innerhalb der großen Gemeinschaft keine Geheimnisse, da alle gemeinsam zum Wohl der Gemeinschaft wirken (übrigens ganz ohne Geld …). Wir müssen immense Kosten für den Schutz von Daten tragen, die in dieser Zukunft alle entfallen. Beispiel:
    Durch Industriespionage wird in Deutschland mit einem jährlichen Verlust von 54 Milliarden Euro gerechnet. Ein ähnlicher Betrag wird sicherlich für die Sicherheitsmaßnahmen insgesamt ausgegeben. In China arbeiten allein 1,1 Millionen Menschen daran, Informationen auszuspähen.
    Ein schräger Gedanke? All das wäre in einer transparenten Welt, so wie sie die Digital Natives schon leben nicht aufzuwenden …

    • Bettina Grothe

      Ja, ein schöner Gedanke… Wenn alle alles wissen, dann gibt es keine Geheimnisse mehr. Ist das so?
      Was mache ich mit den Dingen, die ich von anderen nicht wissen möchte? Haben Sie das schon einmal erlebt?
      Beispiel 1: Sie möchten gerne jemanden einstellen, und erfahren unweigerlich, ohne groß danach zu suchen, Details aus dem Internet, die sie aus personalrechtlicher Sicht gar nicht wissen dürfen. Huch!
      Beispiel 2: Sie erfahren private Details, die Ihre persönliche Grenze überschreiten. Und Sie haben nicht die Möglichkeit, zu entscheiden, ob Sie das, was Sie da jetzt erfahren, wissen wollten oder nicht.
      Beispiel 3: Der Wissensaustausch, im Sinne einer vernetzten Wissensgenerierung, gehört zu Ihrer Unternehmenskultur. Kreatives Potential wird gefördert und gewünscht. Aber gerade im Marketing wollen Sie gerne einen Schritt voraus sein. Nur, der Igel ist schon immer vor Ihnen da…
      Beispiel 4: Sie arbeiten z.B. gutachterlich für ein Gericht, oder für einen speziellen Auftraggeber. Dieses Beispiel muss ich wohl nicht näher ausführen.
      Nun, halten Sie mich vielleicht für neurotisch. Aber, das bin ich nicht. Wir sind dankbar für alle “Digital Natives”, die durch eine eigene Art des Denkens und vielleicht auch Handelns frischen Wind in unsere festgefahrene Arbeits- und Denkweise bringen. Aber der Wind darf nicht alle Elemente “wegblasen”. Das meinte ich, als ich an die Mediekompetenz in Punkto Sicherheit erinnerte und darauf hinweisen wollte, dass der Leitartikel in dieser Hinsicht zu rosa-rot ist.

  • http://www.saperionblog.com/author/mab Martin Bartonitz

    Nachtrag:
    Ich habe Zitate aus dem Artikel und Kommentaren in einem Kommentar zu diesem Artikel hinzugefügt:
    Blicke in die ECM-Glaskugel: über den digitalen und damit kulturellen Wandel unserer Cloud-Zeiten
    VG Martin Bartonitz

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  • http://www.nadinepfeiffer.de Nadine Pfeiffer

    Wow, selten so einen detaillierten, gut recherchierten und umfangreichen Artikel über dieses Thema gelesen!

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  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000418634153 Holger Zimmermann

    Hiermit wurde der Wandel unserer Gesellschaft hervorragend beschrieben und perspektivisch in die Zukunft geblickt,
    Danke

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  • http://www.station.ch Patrick Stoll

    Sehr guter Beitrag. Bravo.

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