Meine persönlichen Gedanken zu: Online auch in den Ferien – Fluch oder Segen?

24.8.2012
Always on - Auch in den Ferien

Bildquelle: Giorgio Montersino, Flickr, CC BY-SA 2.0

Dank unserer Vernetzung ist es für uns heute ein Kinderspiel auch in den Ferien die Mails zu checken, die Social Media Profile abzurufen oder sogar auf  das firmeninterne Netz zuzugreifen. Ob dies sinnvoll oder eher ungesund sei, wird von Experten immer wieder kontrovers diskutiert. Ferien seien dazu da abzuschalten und nicht ans Geschäft zu denken, wird häufig als Einwand gebracht.

Aber gerade die Möglichkeit, sich ab und zu mal in die Geschäftskommunikation einschalten zu können – ­ nicht wenn man muss, sondern wenn man es als sinnvoll anschaut ­ – kann zum Wohlbefinden in den Ferien beitragen. Was nützt es, wenn man einige Tage oder Wochen offline ist und sich wichtige Fragen, Entscheide einfach anstauen oder gar kritische Situationen falsch angepackt werden, weil man nicht erreichbar war. Der Aufwand (und auch der Stress) nach den Ferien alles abzuarbeiten und im worst case wieder gut zu machen, ist doch um ein Vielfaches grösser. Dank der Vernetzung kann man heute in genau solchen Situationen Einfluss nehmen, delegieren und dafür sorgen, dass etwas gleich erledigt wird und nicht wartet bis zur Rückkehr. Dies hat zur Folge, dass man entspannter die Ferien verbringen kann mit dem Wissen, dass einem nach der Rückkehr nicht ein Berg von Pendenzen erwartet.

Natürlich kommt es auf die Ausgangslage an und in welchem Umfeld jemand tätig ist, aber gerade als Unternehmer oder Selbständiger kann ich heute in Ruhe längere Ferien geniessen, wenn ich weiss, dass ich erreichbar bin. Das ist weder eine Stress-Situation noch stört es die Ferien massiv, einmal täglich, früh am morgen oder spät am Abend, die Mails zu checken und Feedback zu geben. Selbstverständlich ist auch die Gefahr damit verbunden, dass man sich in alles einmischt und am Ende den halben Tag am Arbeiten ist. Aber das ist letztlich nicht ein Problem der heutigen Vernetzung sondern eher der Persönlichkeit.

Übrigens: Diese Kolumne entstand in einer wunderschönen Finca auf Mallorca…

Dieser Artikel ist im Marketing & Kommunikation Nr. 8/12  auf Seite 51 erschienen. Bildquelle: Flickr, Giorgio Montersino

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