Unternehmen sollten heute bereits an die Zeit nach Facebook denken.

13.6.2013

Fünf vor Zwölf

Als Unternehmen tut man gut daran, sich auch Gedanken zu machen, was die Strategie ist, wenn Facebook plötzlich nicht mehr sexy und cool ist.

Viele Firmen investieren heute in Facebook-Auftritte, in Apps und ganze Facebook-Kampagnen mit dem Ziel möglichst viele Fans zu gewinnen und diese mit relevantem Inhalt und Dialog zu begeistern. Alles super. Doch wie erreicht man all die begeisterten Fans, wenn sie eines Tages Facebook den Rücken drehen.

Werden sie dem Unternehmen mitteilen, dass sie Facebook überdrüssig geworden sind? Wohl kaum. Sie werden einfach nicht mehr kommen. Und das Unternehmen kann nicht einmal etwas dafür. Es hat alles richtig gemacht.

Oder eben doch nicht? Das Unternehmen hat eben nicht mit der Eventualität gerechnet, dass Facebook plötzlich die Gunst der User verlieren und diese auf andere Plattformen abwandern könnten. Ein Hirngespinst? Mit Nichten. Das kann sogar sehr schnell gehen. Wir alle kennen die schillernden Social Media Plattformen, die einmal ganz gross waren und inzwischen in der Versenkung verschwunden sind: Second Life, MySpace, StudiVZ, usw.

Google Trend: Facebook, YouTube, StudiVZ, MySpace und Twitter

Google Trend: Facebook, YouTube, StudiVZ, MySpace und Twitter

Doch was kann man als Unternehmen gegen eine solche Entwicklung tun? Den Fans folgen und in jede neue Plattform investieren? Das ist eine Option. Allerdings eine relativ kostspielige und sehr ungewisse. Denn wer sagt, dass man die Fans auf der neuen Plattformen auch wieder findet oder umgekehrt.

Viel nachhaltiger ist es, wenn ein Unternehmen seine Fans dazu bringt, sich direkt auf einem firmeneigenen Kanal zu registrieren. Beispielsweise in einem Newsletter oder einer firmeneigenen Community. Denn dann sind die Fans wirklich nachhaltig ans Unternehmen gebunden und der Dialog mit ihnen nicht mehr von Drittanbietern wie Facebook abhängig. Ein solcher Kontakt ist sehr viel mehr wert, als ein Facebook-Fan.

 

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