Online-Dienste als Motivator für sportliche Höchstleistungen.

2.5.2014

Reto Baumgartner am Marathon in Paris

Ich komme gerade von einem überwältigenden sportlichen und vor allem emotionalen Erlebnis zurück: dem Paris Marathon. Es ist zweifelsohne eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse und in meiner noch jungen Laufkarriere sicher DER Höhepunkt. Und wie man von allen Marathon-Läufern hört, ist es neben dem Aufbau einer Grundkondition im Laufen in erster Linie eine Kopfsache. Im Kopf entscheidet sich, ob man die 42km durchsteht oder nicht. Und dabei ist die Motivation der entscheidende Faktor. 42km sind lang. Und jeder Läufer hat auf dieser Strecke mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Körper wehrt sich und zeigt Ermüdungserscheinungen. Der Geist fragt “Was machst du da?“ In dieser Situation kann neben der Selbstmotivation die Motivation durch das Umfeld Berge versetzen.

Die Zuschauer am Strassenrand. Die vielen Musiker und Bands, die die Strecke säumen. Die Kulisse. Die Angehörigen und Freunde, die mitfiebern. Und bei Letzteren erhalten Online-Dienste wie Social Media Netzwerke oder Apps, die live Daten übermitteln, eine ganz spezielle Bedeutung. Denn sie ermöglichen es auch Freunden, die nicht vor Ort sind, sehr nah dabei zu sein. Das Wissen allein, dass sie von zu Hause aus mitfiebern und zuschauen, wie man unterwegs ist, beflügelt.

Diese Art der Motivation wirkt schon im Aufbautraining. Mit Apps wie Runkeeper oder Runtastic, die jedes Training aufzeichnen und mit Freunden teilen und sogar auf Facebook und Twitter posten, involviert man sein Umfeld.

Runkeeper

Screenshot der Runkeeper Applikation.

Und verpflichtet sich dadurch auch ein wenig. Man zeigt, dass man trainiert und vor allem, dass man Fortschritte macht. Wenn man auch noch positives Feedback erhält, quasi eine positive Rückkoppelung, wirkt dies erst recht motivierend und kann einem den nötigenAnsporn geben, wenn die Selbstmotivation mal nicht ganz reicht.

In diesem Sinn können die heutigen Online-Dienste beim Training, aber insbesondere bei sportlichen Höchstleistungen, einem Sportler Flügel verleihen.

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  • Herzlichen Glückwunsch zum Finishen des Paris Marathons. Habe bei Beginn meiner „Laufkarriere“ habe ich meine Daten auf Runkeeper geladen und mit meinen Freunden geteilt.
    Einerseits kriegt man positive Feedbacks, anderseits läuft man in die Gefahr, im Hinterkopf immer die Freune zu haben und diesen zu zeigen, dass man besser wird.

    Bei mir war das der Fall, dass plötzlich Freunde sagten: „Hey Thomas, was ist los? Du bist langsamer geworden.“
    Der Grund war aber, dass ich mein Training mit Lauf-ABC Übungen und vermehrten GA1-Phasen optimierte und dabei wenige auf Geschwindigkeit setzte.