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Storytelling – Fakten sind nicht mehr als eine Inspiration

4.6.2018

Daten und Fakten können komplexe Informationen erklären, aber im Bewegtbild funktionieren die kalten, objektiven Informationen nicht. Auch der Versuch die Fakten in visuell abstrakte Grafiken zu packen, ist nicht eben genial.

Wenn Sie wirklich, wirklich Daten integrieren müssen, sorgen Sie für Kontext!

Sie müssen dafür sorgen, dass die rohen Ergebnisse, Fakten und Zahlen einen tieferen Sinn ergeben, bzw. Wert und Verständnis schaffen. Sie müssen also den Job des Interpretierens übernehmen und die Erkenntnisse teilen.
Der Viewer soll den Wert der Zahlen nicht selber herausfinden müssen.

Hört sich logisch an, ist aber eine Herausforderung, denn es bedingt, dass Sie sich vom Gedanken lösen, dass Ihre Fakten zum Erfolg führen. Es sind nicht die Fakten, sondern die Geschichten, die überzeugen.

Daten sind wertlos, wenn sie nicht mit etwas zusammenhängen, was Menschen verbindet, also zur Identifikation beiträgt. Reflektiert der Viewer über Ihre Fakten, ist ein grosses Ziel erreicht.

Damit er dies tut, ist es essentiell, dass Sie einerseits wissen, was Sie mit dem Fakt sagen wollen und Sie andererseits diese Information mit einem Menschen, bzw. einer menschlichen Handlung, Aktion oder einem Erlebnis verbinden.
So wird der Fakt emotionalisiert und in das limbische Gehirn katapultiert, wo er haften bleibt und bestenfalls keimt.

Erzählen Sie nicht, welchen Service Sie anbieten, erzählen Sie, was durch Ihren Service möglich wurde. Zeigen Sie die Problemlösung auf, die durch Sie und Ihr Produkt möglich wurde.
Sprechen Sie über die Entdeckungen, die Herausforderungen, Probleme, die Umsetzung, das Ergebnis und die daraus resultierte Erkenntnis. Und zwar stets aus einer subjektiven Wahrnehmung und persönlichen Perspektive.

Einfach gesagt; versuchen Sie nicht den Sinn, sondern den Wert herauszuschälen.

Was will uns dieser Fakt sagen? Was sollen die Viewer aus dieser Information oder aus diesem Fakt ziehen?
Fragen Sie sich Wie?, Was?, Wo?, Wann?, Warum? und Wer?

Fragen sind toll, auch wenn Sie direkt an den Viewer gerichtet werden, um einen Call to Action oder einen Gedanken auszulösen.
Eine Frage kann auch ein super Einstieg in Ihre Geschichte sein, wie z.B.; „Haben Sie sich je gefragt, warum die Menschen heute viel öfter Nahrungsmittelallergien haben?“

Es ist allerdings möglich, dass Sie eine so komplexe Dienstleistung erklären müssen, dass die Wirkung am grössten ist, wenn Sie sich von der Dienstleistung an und für sich komplett lösen und sich für ein Sinnbild oder eine Metapher entscheiden.

Wichtig ist schlussendlich einzig, dass das Gefühl vermittelt und das Verständnis geschaffen wird.

Wenn Ihre Geschichte steht, gibt es einen einfachen Trick um herauszufinden, ob sie funktioniert.
Erzählen Sie Ihre Geschichte einem Vertrauten. Bitten Sie ihn danach die Geschichte einem Dritten weiterzuerzählen. Klappt es, haben Sie Ihre Geschichte vermutlich gefunden. Klappt es nicht oder wird nur die nebensächliche Botschaft transportiert, sollten Sie darüber nachdenken, die Geschichte umzuformen oder nochmals bei null zu beginnen.

Haben Sie den Sinn hinter den Fakten einmal gefunden, werden Sie merken, dass Sie den eigentlichen Fakt nicht mehr explizit nennen müssen. Wegen ihm erzählen Sie die Geschichte, aber wurde sein Sinn gefunden, braucht es den Fakt nicht mehr. Darin liegt das Schöne!

Gefühle werden am Eingang zum Büro nicht abgeschüttelt.
Fühlen Sie sich durch Ihre Corporate Story echt bewegt?

Im nächsten Blogbeitrag schauen wir uns an, welchen Hollywood-Filmstrukturen wir uns im Corporate Bereich bedienen können.

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