UX-Design ist mehr als nur die sichtbare Spitze des Eisberges

9.12.2019

Erfolgreiche Produkte zeichnen sich heutzutage durch die Symbiose hoher Usability, positiver User Experience (UX) und der optimalen Unterstützung aller relevanten Unternehmensziele aus. Dies gilt sowohl für Websites, Applikationen und alle anderen Webbasierten Lösungen.

Für die Gestaltung eines optimalen Nutzererlebnisses spielen die Kenntnisse über Bedürfnisse, Denk- und Verhaltensmuster der Zielgruppe eine zentrale Rolle. Die MySign AG setzt seit einigen Jahren auf eine nutzerzentrierten Entwicklungsansatz – und das mit Erfolg. Mit User Centered Design (UCD) setzt MySign die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Zielgruppe bereits von Beginn an in den Mittelpunkt der Produktentwicklung. Damit zielt MySign auf die iterative Entwicklung einer Weblösung mit einer möglichst positiven UX und einer optimalen Usability ab. Tests mit Vertretenden der Zielgruppen spielen dabei eine ausschlaggebende Rolle.

Das Endergebnis aus dem UCD-Prozess ist eine Lösung mit einem Design, das über die funktionalen und ästhetischen Gesichtspunkte hinausgeht und stellt somit mehr als nur die sichtbare Spitze eines Eisberges dar. Die Rede ist von einem UX-Design. In diesem Zusammenhang weist MySign darauf hin, dass ein gutes UX-Design nicht nur aus dem sichtbaren visuellen Design besteht, sondern fünf aufeinander aufbauenden Ebenen umfasst: Strategie, Scope, Structure, Skeleton und Surface (vgl. Abbildung).


Strategy is where it all begins

Das Fundament bildet die Strategie-Ebene, bei der für MySign insbesondere zwei Fragen im Fokus stehen:

  1. Was wollen wir mit der Lösung erreichen?
  2. Wer sind die User?

Durch die Beantwortung dieser Fragen soll ein gemeinsames Verständnis zwischen MySign und Kunde bezüglich der Projektstrategie geschaffen werden. Wichtig an dieser Stelle ist die Definition klarer Unternehmens- und Projektzielen, die im weiteren Projektverlauf als Basis für Design-Entscheide fungieren.

Scope transforms strategy into requirements

Die zweite Ebene beschäftigt sich mit der Beantwortung der folgenden Frage: Was genau wollen die Endnutzenden? Dazu bietet MySign verschiedene UCD-Methoden an, die zum grundlegenden Verständnis der Zielgruppe führen indem Bedürfnisse, Anforderungen, Denk- und Verhaltensmuster erhoben, analysiert und validiert werden. Beispiele solcher Methoden sind Fokusgruppen, Befragungen, Interviews, Beobachtungen und die Erstellung von Personas. Aus diesen erhobenen Daten leitet MySign strategiekonforme Anforderungen an das System ab und hält diese in Form von User Stories schriftlich fest.

Structure gives shape to scope

Die Struktur zählt zu den elementarsten Bestandteilen eines guten UX-Designs. Denn sie definiert wie sich die Zielgruppe am Ende durch die verschiedenen Seiten der Weblösung bewegen. Das Ziel dieser Ebene ist die Entwicklung eines nutzerfreundlichen Interaction Designs (IAD). Dazu gehört für MySign die Erarbeitung einer nutzerkonformen Informationsarchitektur (IA) aber auch die Erstellung eines User Flow-Modells.

Skeleton makes structure concrete

Einmal auf der Skelett-Ebene angelangt, begibt man sich erstmals in den sichtbaren Bereich des Eisberges. An dieser stelle wird definiert, wie die einzelnen Screens der Weblösung aufgebaut sind und mit welchen Interface-Elementen die Zielgruppe am intuitivsten interagiert. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung des Interface Designs (ID). Für die Erarbeitung der optimalsten Lösung empfiehlt MySign die Anwendung des bewährten Prototyping-Prinzips (Ideate, Prototype, Validate, Iterate).

Surface brings everything together visually

Der letzte Schritt für die Erarbeitung eines UX-Designs bildet die Surface-Ebene. Nachdem nun sowohl das IAD als auch das ID erarbeitet wurde, kann die Aufmerksamkeit nun voll und ganz auf die grafische Gestaltung des Visual Designs (VD) gelegt werden – und dies, ohne sich noch mit Fragen aus den unteren Ebenen beschäftigen zu müssen.


Giancarlo Stoppa
UX-Specialist bei MySign AG

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