2
2

Radio-Interview – Die ägyptische Regierung kommuniziert über Facebook

20.4.2011

Immer mehr Behörden und Regierungen entdecken soziale Netzwerke für ihre Kommunikation. Das jüngste Beispiel: Ägypten. Das ägyptische Justizministerium wählte Facebook als Kanal, um über die Festnahme des früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und dessen beiden Söhne Gamal und Alaa zu informieren. Die Regierung hat eigens für die Kommunikation mit den Demonstranten und den Familienangehörigen eine Facebook-Seite eingerichtet.

Radio Argovia hat die Geschichte aufgegriffen und sich gefragt, werden demnächst auch die Schweizer Behörden über Facebook und Co. kommunizieren? Ich durfte für einen kurzen Beitrag Rede und Antwort stehen.

[audio:http://www.webdenker.ch/wp-content/uploads/2011/04/Facebook_Radio_Argovia.mp3|titles=Radio Argovia Beitrag]

Die Schweizer Behörden werden wohl noch etwas länger brauchen, um sich an die neue und direkte Art der Kommunikation zu gewöhnen. Wir von der MySign glauben aber, dass Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube bereits diesen Herbst für die Nationalratswahlen eine wichtige Rolle spielen werden und zumindest die innovativeren Politiker diese neuen Kanäle auch für ihren Wahlkampf nutzen werden.

Social Media bietet eine ungewöhnlich schnelle, direkte, transparente, ehrliche und menschliche Art der Kommunikation. Genau der richtige Weg also, wie sich auch Kandidierende ihren potentiellen Wählern auf eine freundliche Weise vorstellen und so Einblicke in ihr alltägliches Leben geben können. Dieser autenthische Einblick schafft Nähe und Vertrauen. Das beste Mittel also, um von einem Wähler auf die Liste gesetzt zu werden. Grosses Vorbild ist hier auch der amtierende amerikanische Präsident Barak Obama. Dank Social Media hat er den Zugang zu der jüngeren Wählerschaft gefunden und so viele zusätzliche Stimmen aktiviert. Im Gegenzug hat er auch etwas aus seinem Wahlkampf preis gegeben und neben aktuellen Statusmeldungen und Berichten auch immer wieder Videobotschaften an die Wählerinnen und Wähler geschickt. Auch Bildreportagen haben nicht gefehlt, um dem normalen Bürger einen Einblick hinter die Kulissen zu geben. Ähnliche Mechanismen dürften wir in wenigen Monaten in der Schweiz erleben.

Übrigens, auch wir als Agentur geben gerne Einblicke hinter die Kulissen. Wie und wo genau, darüber hat bereits Reto berichtet.

Kategorisiert in:

2
2